Schokoladenproduzenten, macht eure Schokolade fair!

An der europäischen Kampagne "Make Chocolate Fair!" des inkota-Netzwerkes beteiligen sich auch die Weltläden Freiburgs. Am 5. Dezember gab es eine Faire Schokowerkstatt, wo möglichst viele Menschen aus Freiburg die Kampagne kennenlernen und mit ihrer Unterschrift unterstützen konnten.

Schokolade ist eine der beliebtesten Süßigkeiten weltweit. Längst sind Schokoladenprodukte vom Luxus- zum Massenkonsumartikel geworden. Der Absatz von Schokolade ist in Europa mit 50 Prozent Anteil am Weltmarkt am höchsten, gefolgt von den USA mit 22 Prozent. Der süsse Genuss hat jedoch einen bitteren Beigeschmack: Millionen von Kleinbäuerinnen und -bauern produzieren den Kakao für unsere Schokolade unter menschenunwürdigen Lebens-und Arbeitsbedingungen. Trotz eines boomenden Schokoladenmarktes und hohen Gewinnen für die Schokoladenhersteller leben die KakaoproduzentInnen in Afrika, Lateinamerika und Asien in extremer Armut aufgrund eines zu geringen und unsicheren Einkommens. Auf den Plantagen herrschen menschenverachtende Arbeitsbedingungen wie gefährliche Arbeit ohne Gesundheitsschutz, exzessive Überstunden und ausbeuterische Kinderarbeit. Ausgelaugte Böden durch eine nicht nachhaltige Landwirtschaft und der Anbau von riesigen Monokulturen führt zum Verlust der Ernährungssouveränität.

Wir fordern von den Schokoladenunternehmen:
1. Eine faire Bezahlung von Kakaobauern und -bäuerinnen und ihren ArbeiterInnen.
2. Die Einhaltung der Menschen- und Arbeitsrechte entlang der gesamten Kakao-Wertschöpfungskette und die Ablehnung ausbeuterischer Kinderarbeit .
3. Die Unterstützung von Kakaobauern und -bäuerinnen bei der Umsetzung einer nachhaltigen und diversifizierten Landwirtschaft.
4. Die Anwendung eines unabhängigen Zertifizierungs-und Kontrollsystems.

Ziel ist es, diese Petition mit 25 000 Unterschriften den Schokoladenunternehmen auf ihrer Vollversammlung im Sommer 2015 zu überreichen.

www.makechocolatefair.org